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Berühmte Persönlichkeiten in Goldkronach

 Alexander von Humboldt  Alexander von Humboldt in Franken und besonders in Goldkronach

Alexander von Humboldt (geb. 14.09.1769 gest. 06.05.1859), der letzte Universalgelehrte, der Europa, Amerika und Sibirien bereist und erforscht hat, war auch einige Jahre als preußischer Bergbeamter im Fichtelgebirge, im Frankenwald und auch im Goldkronacher Bergamtsrevier.

Alexander, der jüngere der beiden Humboldt-Brüder, erhielt nach dem Besuch der Bergakademie Freiberg in Sachsen vom preußischen Minister für das Bergwesen, Freiherr von Heinitz, den Auftrag die Bergwerke und Hütten in den im Jahre 1792 an Preußen gefallenen Fürstentümern Ansbach und Bayreuth zu bereisen. Auf dieser Erkundungsreise kam Alexander am 20. Juli 1792 zum ersten Mal nach Goldkronach und befuhr die Fürstenzeche.

Aufgrund seines fachkundigen Berichtes "Über den Zustand des Bergbaus und Hüttenwesens in den Fürstentümern Bayreuth und Ansbach im Jahre 1792" wurde er zum Oberbergmeister ernannt und ihm wurde die Direktion des praktischen Bergbaus für die Bergämter Goldkronach, Naila und Wunsiedel übertragen.

Vom 01. Juni 1793 bis Ende Dezember 1796 erfüllte er dieses Amt. Seine bergbaulichen Fachkenntnisse ermöglichten ihm in kürzester Zeit die Situation in den einzelnen Gruben zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen, wie Erstellung der Arbeits- und Ablaufpläne, der Kostenvoranschläge und Einführung der Berichterstattung, durchzuführen. Somit konnte Humboldt die Förderung und die Aufbereitung der Erze sehr wirtschaftlich steuern, was zu einem äußerst ökonomischen System führte.

Alexander von Humboldt kümmerte sich nicht nur um die Unterstützung von Witwen und Waisen verunglückter Bergleute, sondern war auch sehr bedacht, die Jugend zu fachkundigen Bergleuten auszubilden. 1793 gründete er aus privaten Mitteln die Bergschule in Steben und 1795 die in Arzberg.

Besonders lag ihm die Sicherheit seiner Bergleute am Herzen. Er beschäftigte sich im letzten Jahr seines Aufenthaltes in Franken intensiv mit der Verbesserung des "Geleuchts" des Bergmannes. Er lehrte Frauen das Stricken des hohlen Dochts für Grubenlampen, er erfand den Lichterhalten und zur Rettung verunglückter Bergleute das Respirationsgerät. Ein Selbstversuch mit der Rettungslampe im Bernecker Alaunstollen kostete ihm fast das Leben.

Alexander verschaffte dem preußischen König nicht nur sehr wichtige Rohstoffe, sondern auch der armen Bergbevölkerung im Fichtelgebirge und Frankenwald Arbeit unter gesundheitsverträglichen Bedingungen. Für ihn stand der Mensch im Vordergrund und nicht nur die Ausbeute der Gruben.

Der Gold- und Antimonitabbau im Goldkronacher Revier hatte sein besonderes Interesse gefunden. Antimonit wurde zur Herstellung von Lettern für Druckstöcke und im Maschinenbau verwendet. Goldkronach war in Preußen das einzige Revier, in dem Gold und Antimonit gefördert wurde. Der Abbau auf der alten Fürstenzeche, die bereits still lag, wurde wieder aufgenommen.

Die beiden geflügelten Aussprüche über Goldkronach: "In Goldkronach besonders bin ich glü(c)klicher, als ich je wagen durfte zu glauben." "Mit Goldkronach bin ich besonders glü(c)klich gewesen." Beziehen sich nicht auf die Landschaft oder auf die Bevölkerung, sondern nur auf den Bergbau.

Humboldt fand trotz seiner anstrengenden Arbeit und der vielen Grubenbefahrungen abends noch die Zeit und Muße, sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Uns sind ca. 25 Briefe bekannt, die er in Goldkronach geschrieben hat, beziehungsweise in anderen Orten, in denen er Einzelheiten vom Goldkronacher Revier beschreibt. Der bedeutendste Brief ist der an seinen russischen Freund Sojmonov, den er am 11. Juli 1793 in Goldkronach geschrieben hat, in dem er seine Lebenspläne offenlegt. Zum ersten Mal äußert er den Wunsch Sibirien zu bereisen, was ihm erst als 60jähriger gelungen ist.

Zwei Briefe beinhalten seine Überlegungen zur Veränderung der Schiefe der Ekliptik, ihm ist schon bewusst, dass verschiedene Klimazonen in Europa innerhalb der einzelnen Epochen der Erdgeschichte bestanden haben müssen.

In Goldkronach plant er schon in ca. 20 Jahren ein Werk über die Standorte der Pflanzen zu verfassen, was ihm schon bald nach Beendigung der Amerikareise 1805 gelang. Heute wird Humboldt als Begründer der Pflanzengeographie angesehen.

Die Kryptogamen (Sporenpflanzen) hatten ihn schon in Freiberg, während seines Studiums gefesselt. Er untersuchte und erforschte deren Existenz am Verbauholz in alten Gruben. Diese Studien setzte er im Bergwerk "Schickung Gottes" im Zoppatental fort.

Zu erwähnen sind auch seine Versuche mit Muskeln toter Tiere in Verbindung mit verschiedenen Metallen, welche er auch in Goldkronach durchführte. Lugi Galvani (1737 - 1798), italienischer Arzt und Naturforscher, entdeckte bei Versuchen mit Froschschenkeln 1789, die nach ihm benannte galvanische Elektrizität. Im Herbst 1792 erfuhr Alexander davon und führte ca. 4000 Experimente an 3000 Tieren durch, auch an sich selbst, um das Rätsel des Lebens zu lösen.

In den Gruben, also unter Tage, führte er sehr viele Temperaturmessungen durch und stellte fest, dass die Temperatur 9 bis 10 Grad beträgt. Auch sein Barometer musste so ausgebildet sein, dass er es "als Stock in der Hand tragen konnte." Seit 1828 wurden in Preußen regelmäßig Temperaturmessungen in verschiedenen Gruben durchgeführt. Laut einer Eintragung von 1831 wurden diese Messungen auf Veranlassung von Alexander von Humboldt durchgeführt, um festzustellen, ob jeder Punkt im Innern der Erde bzw. des Bergwerks eine beständige Temperatur aufweist und in welchem Verhältnis die Temperatur in der Tiefe zunimmt. Das gleiche wurde auch in tieferen Bohrungen durchgeführt. Humboldt hat dazu beigetragen, dass die Geothermie ein selbständiger Zweig der Geowissenschaften wurde.

Die auf der ersten Seite angeführten Erfindungen, wie Lichterhalten, Sicherheitslampe und Respirationsapparat machte er hauptsächlich in Goldkronacher Gruben, da gerade hier die Luftverhältnisse unter Tage sehr schlecht waren, oft klagt er über die matten Wetter, also sauerstoffarme Luft.

Man kann sich die Frage stellen: Warum Humboldt gerade in Goldkronach so unterschiedliche Gedanken zu Papier gebracht hat? Hatte er hier mehr Ruhe nach einem langen Arbeitstag, als in Steben oder in Arzberg?

Auch auf der Amerikareise erinnerte er sich noch an Goldkronach und an die fränkischen Gruben.

Otto Heinrich Tornesi, geb. 07. April 1748 in Goldkronach, zog 1754 mit Eltern und Geschwistern nach Bayreuth St. Georgen, gestorben am 05. Mai 1814 in Bayreuth St. Georgen. Nach Militärzeit und Berufsausbildung war er Verwalter des Zucht- und Arbeitshauses in Bayreuth St. Georgen, danach Mitglied und leitender Beamter des Oberbergdepartements und Kriegs- und Domänenrat in Bayreuth. Er beschäftigte sich mit geologischen und mineralogischen Fragen, fertigte eine mineralogische Karte des Fichtelgebirges und war seinen wissenschaftlichen Erfahrungen und seinem Wissen entsprechend Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft in Berlin. Als Oberbergrat trat er die Nachfolge Alexander von Humboldts an und war seit 1798 in Bayreuth 1. Kammerdirektor.

Samuel Wilhelm Oetter, geb. 25. Dezember 1720 in Goldkronach, gestorben am 07. Januar 1792 in Markt Erlbach, Kaiserlicher Hof- und Pfalzgraf, fürstlich Brandenburg-Ansbachisch- und Baireuthischer Konsistorialrat, fürstlicher Historiograph und Pfarrer zu Markt Erlbach. Nach Besuch der Schule in seiner Heimatstadt und des Seminars in Bayreuth trat er 1736 in das Gymnasium ein und wurde 1743 in die neugegründete Universität Erlangen aufgenommen. Sein Lieblingsfach war Geschichte. Arbeiten über "historische Fakten aus den Zeiten der sich bildenden Verfassung Teutschland, über Familien und Ortschaften und über Entstehung und Veränderung der Wappen" zeichneten ihn aus. Mitglied war er in der "Teutschen Gesellschaft in Göttingen, der gelehrten Gesellschaft in Duisburg, der kais. Französischen Akademie freier Künste in Augsburg, der Gesellschaft freier Künste in Leipzig und der Münchner Akademie".

 

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