slide 1

Willkommen in Goldkronach

slide 2

St. Jobst

slide 3

Innenstadt Goldkronach

slide 4

Nemmersdorf-Dorfplatz

Geschichte des Goldkronacher Bergbaus

im Schmutzlerstollen Schon aus der Zeit um 1400 wird der Rautenkranzstollen auf dem Name-Gottes-Gang und in dessen vermutlich südlicher Fortsetzung die Grube "Fauler Igel" am Schlegelberg, der auf dem Täschelzug angelegte Ostertagsstollen und die Schmutzlerzeche erwähnt. Die Grubenbaue nahmen bald, einen für damalige Zeiten, erheblichen Umfang an. Wie großzügig der Betrieb gewesen sein muss, erhellt die Tatsache, dass damals rund 500 Bergleute in Goldkronach Arbeit gefunden haben sollen. Goldkronach, das zur Zeit der Grubenöffnungen nur aus 3 Höfen bestand, blühte rasch empor und erhielt durch Friedrich V. am St. Michaelstag 1365 die erste Bergbaufreiheit nach Iglauer Bergrecht und die Stadtgerechtigkeit. Ums Jahr 1400 ist in den dortigen Bergwerken mehr Gold und Silber gefunden worden, als in allen anderen Orten in Deutschland. Den ersten schweren Stoß erlitt der Goldkronacher Bergbau anscheinend durch die Hussitenkriege (1417-1434). Doch erholte er sich bis Ende des 15. Jahrhunderts und wurde auch mit zeitweiligen kurzen Unterbrechungen trotz der kriegerischen Wirren des 16. Jahrhunderts bis Anfang des 17. Jahrhunderts mit wechselndem Erfolg fortgeführt. Erst 1631 kam er, infolge des 30jährigen Krieges, auf längere Zeit gänzlich zum Erliegen. Doch wurden die Gruben auch vorübergehend an fürstliche oder private Gewerkschaften mit der Verpflichtung zur Abgabe vom Zehnten verliehen. Aus dieser Zeit stammt wohl der Name Fürstenzeche. In aufbereitungstechnischer Hinsicht verdient hervorgehoben zu werden, dass man 1638 zur Amalgamation überging und neue Pochwerke, sog. "Goldmühlen" und Hütten, am Weißen Main errichtete. 1594 wurde auch bei Zoppaten ein Pochwerk, und 1590 bei Goldkronach eine Schmelzhütte erbaut. Von den durch den 30jährigen Krieg erlittenen Schlägen erholte sich der Goldkronacher Bergbau nur langsam. Erst 1662, nach Gründung einer neuen Berggesellschaft durch den Markgrafen Christian Ernst, wurden die "Fürstenzeche" und der "Schmutzler" wieder eröffnet. Im Jahr 1695 hob sich sogar die Ausbeute in dem Brandholzer Grubenrevier wieder, so dass der Markgraf aus Freude über den Erfolg einen Golddukaten prägen ließ mit der Aufschrift "Aurofodina Golderonacens". Als 1806 die Franzosen das Fürstentum Bayreuth besetzten, schenkten die französischen Behörden dem Goldkronacher Bergbau wenig Interesse, da nach Ansicht des Intendanten wenig Erfolg zu erwarten war. 1828 nahm der Bayerische Staat, an den das Bayreuther Gebiet laut Patent v. 28.02.1810 abgetreten war, den Betrieb wieder auf. Im Jahr 1907 fand sich eine neue Gewerkschaft zusammen, die den Bergbau mit modernen Mitteln, sowohl auf der "Fürstenzeche", wie auf der "Silbernen Rose" wieder aufzunehmen gedachte. Diese ging am 28.06.1920 in die Bergbau AG Fichtelgold über. Die ersten Proben ergaben 35,4 g Gold und 22 g Silber je Tonne Roherz. Da man für die Aufschlussarbeiten viel Kapital benötigte, sparte man nicht mit günstigen Prognosen. So wurden die Fichtelgold-Aktien bald ein Spekulationsobjekt. Wenn dann auch nach Angaben der Gesellschaft bis Ende 1923 rund 10 kg Gold gewonnen worden sein sollen, blieb doch die Frage eines rentablen Bergbaus offen. Es scheint am richtigen Einsatz der Mittel gefehlt zu haben. Im Sommer 1925 geriet das Bankhaus Wittmann, das die Finanzierungen des Unternehmens übernommen hatte, in Zahlungsverlegenheiten, worauf die Fichtelgold-Aktien fast wertlos wurden. Der Zusammenbruch war um so weniger aufzuhalten, als es nicht gelang, ein Käuferkonsortium für das Bergbauunternehmen zu finden. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges geschah nichts Entscheidendes mehr. Seit den 20er Jahren blieb der Schmutzler-Stollen so gut wie unberührt. 1981 wurde mit Mitteln des Naturparkes Fichtelgebirge für ca. 16.000,-- DM der Eingang neu eingefasst und eine Türe angebracht, sowie der Weg durch den Wald geschoben. 1985 im Frühjahr wurde der Schacht, der bis dahin voll Wasser stand, entwässert und für Besucher begehbar gemacht.

 

 

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen, können Sie uns unter folgender Adresse kontaktieren.

Marktplatz 2, 95497 Goldkronach
Tel. 09273 984-0
Fax: 09273 984-20

poststelle[at]goldkronach.bayern.de

Wir sind für Sie da von

Zu folgenden Zeiten ist unser Rathaus für sie geöffnet:

  • Montag: 7.30-12.00 und 13.00-16.30 Uhr
  • Dienstag: 7.30-12.00 und 13.00-16.30 Uhr
  • Mittwoch: 7.30-13.00 Uhr
  • Donnerstag: 7.30-12.00 und 13.00-18.00 Uhr
  • Freitag: 7.30-13.00 Uhr